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29.Juli-6.August 2005: WM Ungarn

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29.Juli-6.August 2005: WM Ungarn
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28.7.05 WM Ungarn

Ein erstes herzliches Grüezi vom Swiss Jet Scale Team aus Ungarn
Unsere vierzigköpfige Schweizer Delegation ist in mehreren Gruppen per Auto, Wohnmobil oder Flugzeug nach Ungarn angereist, wo sich die einen im Hotel in Kecskemet oder auf dem Campingplatz vor Ort eingefunden und eingerichtet haben. Das ungarische Organisationsteam hat eine einwandfreie und grosszügige Infrastruktur auf dem Flugfeld von Jacabszallas auf die Beine gestellt, die wahrlich keine Wünsche offen lässt.

Im grosszügigen und neu erbauten Hangar haben die Teams aus 30 Nationen ihre Mannschaftslager eingerichtet und die Wettbewerbsmaschinen aufgebaut. Bevor morgen die ersten Baubewertungen beginnen, bleibt den Piloten genügend Zeit für Trainingsflüge oder um den Modellen den allerletzten Schliff zu verleihen.
Haben wir uns in den vergangenen Wochen über das oft kühle schweizerische Wetter beklagt, kommen wir nun punkto Sonne und Wärme voll auf unsere Kosten. Temperaturen um die 35° und höher ist für Mensch und Technik eine ganz besondere Herausforderung, weshalb wir versuchen, uns so schnell und so gut wie möglich auf die Hitze einzustellen.
Die Stimmung unter den Teams ist trotz Rivalität wie immer ausgesprochen kollegial und viele Freundschaften werden während der kommenden Tage gefestigt oder neu geknüpft.
Hier bereits die ersten Bilder vom Flugfeld von Jacabszallas und der ausgezeichneten Infrastruktur.
Bis Morgen
Euer Swiss Jet Scale Team


29.7.05 WM Ungarn

Am heutigen 2. Tag sind noch die letzten Teams und Piloten auf dem Flugfeld von Jakabszallas eingetroffen. Unter ihnen auch unser Mitglied Urs Mayländer sowie der amtierende Weltmeister Stefan Völker aus Deutschland, dessen neues Wettbewerbsmodell, einem eindrücklich grossen Hawk, mit viel Spannung erwartet wurde.
Seit heute Mittag sind die offziellen 35-minütigen Mannschaftstrainings in Gange. Nach einer Siesta im Schatten kühlender Bäume (auch heute herrschen Temperaturen über 35°) war von 16.40-17.15 Uhr unser Schweizer Team an der Reihe, pro Pilot je einen Trainingsflug zu absolvieren. Auf den Start verzichtet hat Martin Forster, der gestern genügend Flüge mit seiner Alca L-159 absolviert hatte. Auf Roll- und Bremsmanöver beschränkt hat sich Franz Walti, der nach dem unfassbaren Absturz seiner neuen F-111 beim letzten Training wieder mit seiner Rafale an den Start geht , mit der er sich vor vier Jahren in Thailand den Weltmeistertitel in der Open Class erkämpfen konnte. Die Flüge von Peter Rütimann, Reto Senn, Urs Mayländer sowie Roger Thoma, unser amtierender Schweizermeister und WM-Neuling, sind gut gelungen. Bis die Flugwettbwerbe am Montag gestartet werden, hat jedes Team insgesamt drei Trainingsfenster zur Verfügung und somit Gelegenheit, sich an die Umgebung zu gewöhnen und um den Flugfiguren den letzten Schliff zu geben.
Ebenfalls eröffnet wurden heute die Baubwertungen mit dem Weltmeisterteam aus Deutschland. Unser Team wird morgen Samstagvormittag ihre Modelle den Punktrichtern präsentieren, weshalb es dann zum ersten Mal heisst Daumen drücken, damit mit möglichst hohen Baunoten eine solide Basis für den Wettbewerb gelegt werden kann.

Unser Startliste:
21 Roger Thoma
39 Reto Senn
49 Urs Mayländer
57 Peter Rütimann
62 Franz Walti
67 Martin Forster

das heisst, das die ersten beiden morgen an die Bauwertung gehen. Unser Ersatzpilot kommt mehr zum fliegen als alle anderen Schweizer, er wurde als Vorflugpilot am Morgen gewählt.

Es grüsst Euch ein verschwitztes Swiss Jet Scale Team
Euer Swiss Jet Scale Team


30.7.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde
Wir haben heute wieder einen Hitzetag in Ungarn erlebt mit Temperaturen über 35°, zum Glück weht ein stetiger Wind der es einigermassen erträglich macht. Durch die Hitze sind die Flugbedingungen nicht immer einfach, durch Turbulenzen beim Landeanflug hat es heute einen grossen Panther der Amis stark beschädigt... Heute war nach 13.00 Uhr wieder ein Trainingsfenster für die Schweizer angesagt, trotz der Hitze flogen Peter, Reto, Martin und Roger mit Ihren Modellen ein gutes Programm. Am Morgen, kurz nach 8 Uhr, trat Roger Thoma an um seine schöne F-15 von den Punktrichtern bewerten zu lassen.
Langsam haben sich alle auf dem Platz gut eingelebt und die schönsten Schattenplätze sind absolut begehrt.
Nach 16.00 Uhr haben wir an der Eröffnungsfeier teilgenommen, an der brütigen Sonne standen die 27 Nationen hinter Ihren Fahnen und hörten die Eröffnungsworte der Organisatoren und Offiziellen. Die WM ist jetzt eröffnet! Anschliessend offerierten die Organisatoren allen Teilnehmern und Supportern ein feines, rassiges Gulasch à discretion, mmh.
Es grüsst Euch ein verschwitztes Swiss Jet Scale Team


31.7.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Es ist immer noch sehr heiss hier auf dem schönen Flugplatz, gut das ab und zu ein leichtes Windchen aufkommt und das einigermassen erträglicher macht. Heute flogen keine Schweizer Flugzeuge, dafür kamen alle noch mit ihren Flugzeugen an die Bauwertung. Man kann noch nicht’s genaues sagen, jedoch scheint es, dass die Punkte allgemein tiefer angesetzt sind als an den letzten Weltmeisterschaften. Die Resultate werden nach dem ersten Flugdurchgang veröffentlicht und da werden wir ja sehen... Die Stimmung im Schweizer Lager ist sehr gut, es läuft alles wie am Schnürchen und alle Flugzeuge sind fit für den ersten Flugdurchgang der morgen Nachmittag beginnt. Sämtliche Piloten hoffen bis ca. 15 Uhr fliegen zu können, weil später die Sonne so am Himmel steht, dass sie bei einigen Flugfiguren die Sicht stark behindern. Der amtierende Weltmeister Stefan Völker flog heute sein neues Modell, einen sehr grossen Hawk, mit Schweizer Bemalung. Bei einem schnellen Vorbeiflug ging in folge einer Überlastung das Servogetriebe zu bruch, was kurz danach zu einem extremen Seitenruderflattern führte! Dank dem Können des Piloten und viel Glück konnte das Modell ohne weitere Beschädigung gelandet werden. Nach der Reparatur wurde der Hawk nachgewogen und kam auf 19.99kg, da ist nicht mehr viel Reserve, da hilft nur noch trocken lagern...
Wie es aussieht werden morgen Nachmittag Roger Thoma und Reto ihre ersten Flugdurchgänge fliegen können.
Viele Grüsse aus heissen Ungarn: Swiss Jet Team



1.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Heute war nicht’s mit ausschlafen im Schweizer Team. Bereits um 7 waren einzelne Aktivitäten zu beobachten. Der Grund: Wir wollten unbedingt unser letztes Training vor dem Wettbewerb absolvieren.
Um 8.15 ging es los und wir jagten einen Jet nach dem anderen in den Himmel. Die meisten Piloten nahmen Ihr Ersatzmodell, um nicht so kurz vor dem Fliegen das schöne Wettbewerbsmodell zu riskieren. Franz machte hier in Ungarn mit seiner Rafale den ersten Flug. Genau auf die Minute, hatten alle Piloten das Training ohne Probleme absolviert. Das Wetter zeigte sich heute von einer anderen Seite, es war sehr windig und bewölkt und die Temperatur genau richtig. Ab und zu ging am Morgen ein verirrter Regentropfen nieder. Um 14.30 Uhr wurden alle Piloten an die Piste gerufen, um das Vorfliegen von Erich und Burkhard Dotzauer (D) anzuschauen. Jeweils nach jedem Flug gaben die Punktrichter ihr Urteil ab und anschliessend hatten wir die Möglichkeit Fragen an die Punktrichter zu stellen. Kurz vor 15.00 Uhr kam Stefan Völker mit seinem Modell als 1. zum Fliegen. Sein grosser Hawk fliegt wirklich sehr gut und das Flugbild ist einmalig. Leider ging diesmal der Servoarm des Seitenruders während des Fluges in die Brüche, so dass es wieder flatterte. Stefan musste den Wettbewerbsdurchgang sofort abbrechen, legte aber noch eine butterweiche Landung auf die Piste.
Wie wenn der Wind wüsste, dass es mit dem Wettbewerb losgeht, drehte er um die Mittagszeit genau 90° zur Pistenachse. Er wehte konstant kräftig mit zusätzlichen durch die hohe Temperatur verursachten Turbulenzen, bei einigen Piloten war das nicht zu übersehen. Roger Thoma 1. Wettbewerbsdurchgang wurde durch Verzögerungen an der Flightline auf morgen ca. 9 Uhr verschoben. Wenn man, den noch immer provisorischen, Startlisten glauben kann, werden alle Piloten des Schweizer Teams morgen fliegen. Heute Abend nach dem IJMC Meeting werden wir alle auf dem Campinggelände in der Schweizer Wagenburg noch kräftig mit einem mitgebrachten 30l Bierfass und Feuerwerk, unseren Nationalfeiertag feiern.

Das Swiss Jet Team grüsst alle daheimgebliebenen und wünscht Ihnen einen schönen 1. August.


2.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Gestern Abend feierten wir unseren Nationalfeiertag mit allem was dazugehört. Am Ende waren beinahe alle Nationen im Schweizer Lager versammelt. Mit einem fulminanten Feuerwerk fand die Feier ihren krönenden Abschluss.
Heute war uns das Glück leider nicht hold.
Roger Thoma absolvierte heute seinen ersten Flug an einer Weltmeisterschaft. Beim Start überflog er die Nullinie, bedingt durch starken Seitenwind und kassierte dadurch einen Nuller in dieser Figur.
Reto Senn war um 11 Uhr mit seinem schönen Tiger an der Reihe. Er flog ein recht gutes Programm, verpatze aber die Landung und rollte ins Gras, dabei beschädigte er ein Siwawerfer und kassierte auch einen Nuller.
Urs wollte mit seinem Albatros die Pechsträne durchbrechen. Der Start gelang wunderbar, jedoch wurde allen Zuschauern schnell klar, dass da was nicht stimmte. Durch statische Aufladung fiel die Turbinenelektronik aus und dies bei Vollgas. Mit viel Glück konnte er die ganze Zeit mit ausgefahrenen Landeklappen und Fahrwerk ausharren, bis der Kraftstoff nach 9 Minuten verbrannt war. Nachdem die Turbine abstellte, landete Urs genau vor den Punktrichtern. Dafür gab es sogar noch ein paar wenige Punkte.
Nun war Peter als Nächster an der Reihe. Ihm gelang es endlich einen Flug komplett zu beenden. Er war der einzige Schweizer, der heute ohne Probleme durchkam. Die Hoffnung stieg wieder im Schweizer Team.
Als Franz gegen 17.40 an den Start ging, war es immer noch sehr heiss. Ausserdem befand sich die Sonne in einer störenden Position. Er und sein Helfer Roger legte mit der Rafale einen einwandfreien Start hin. Er absolvierte sein Flugprogramm wie am Schnürchen. In der Landevolte rollte die Rafale völlig unerwartet nach links weg und schlug senkrecht ein... ...das Modell wurde total zerstört.
Ein sehr harter Schlag für Franz, hatte er doch das Pech, vor nicht einmal einem Monat sein neues Modell die F-111 zu verlieren.
Die Stimmung im Schweizer Team rutschte nun gegen den Nullpunkt Nicht’s desto trotz musste Martin als 3. letzter des Flugdurchganges noch in die Luft. Er flog, dass es zum zuschauen eine Freude war, jedoch hatte sich eine Landeklappe bei der Landung verklemmt so dass er mit einer Klappenasymetrie landen musste. Er brachte das Modell in einem Stück auf das Gras neben der Piste. Es läuft wirklich nicht wie wir es uns gewünscht hätten, irgendwie ist bei uns der Wurm drin. Doch Morgen ist ein neuer Tag und ein neuer Flugdurchgang, packen wir’s von neuem an.

Viele Grüsse aus dem noch immer heissen Ungarn: Euer Swiss Jet Team


3.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Hier die Rangliste nach dem ersten Flugdurchgang und der Bauwertung

Rangliste Individual Class Rangliste Open Class
individual individual

Euer Swiss Jet Team

 


3.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Zuerst die wichtigste Info, es geht wieder aufwärts !!! Roger Thoma legte heute Morgen mit einem soliden Flug die Messlatte für die nachfolgenden Piloten. Trotz etwas Seitenwind flog Roger seine F-15 gut durch das Programm. Einzig bei der Landung patzte er und setzte das Modell ins Gras.
Das Wetter verschlechterte sich zusehends und nach dem Mittag fielen erste Regentropfen. Es wurde schwülheiss und die Sicht nahm von Minute zu Minute ab. Bei Reto und Urs wurde noch kräftig an den Modellen gearbeitet um die Probleme von gestern auszumerzen.
Als um 15 Uhr Reto an den Start musste, war das Licht bereits sehr diffus. Während des Fluges war der Tiger sehr schlecht zu sehen und Manfi musste das Sehen teilweise für ihn übernehmen. Die Landung klappte diesmal sehr gut.
Gegen halb 6 Uhr war Urs an der Reihe. Diesmal musste es einfach klappen. Das Wetter war noch schlechter mit 90° Crosswind von hinten und ganz miserabler Sicht. Der Flug verlief für die herrschenden Bedingungen sehr gut, obwohl bei der Landung das Modell mit einem hohen Driftwinkel anflog. Wir sind wieder zurück im Geschäft.

Viele Grüsse aus dem Windigen Jakabszallas: Swiss Jet Team


4.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Jetzt wissen wir, auch in Ungarn kann es kalt sein und ausgiebig regnen. Gestern Abend, während der Nationsnight erlebten wir ein starkes Gewitter, was einen langen Stromausfall zur Folge hatte.
Heute war das Wetter sehr wechselhaft und unbeständig. Der 2. Druchgang musste dauernd unterbrochen werden, eine nervenaufreibende Angelegenheit. Nur Peter mit seinem Albatros konnte als einziger Schweizer fliegen. Es gab starken Wind in Pistenrichtung, die Temperatur sank auf 16°. Er meisterte seinen Flug trotz Wind und tief hängenden Wolken gut. Teilweise war die Sicht so schlecht, dass einige Piloten ihre Flugzeuge nur mit viel Glück nicht verloren. Der wahrscheinlich neue Weltmeister Thomas Gleisner (D) zeigte mit seinem Airworld Hawk eine reife Leistung. Er flog durch die Wolken als währen sie nicht vorhanden.
Morgen wird der 2. Duchgang ab 7.45 noch beendet und anschliessend der 3. Durchgang gestartet. Der Pilot mit den schlechtesten Flugpunkten wird Starten und die Besten 10 werden wahrscheinlich am Samstagmorgen zum Einsatz kommen.

Viele Grüsse aus dem windigen Jakabszallas: Swiss Jet Team


5.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Das liebe Wetter macht uns allen zu schaffen. Über Nacht hat es stark gestürmt und es regnete wie aus Kübeln. Heute Morgen war der Wind teilweise über 40 Km/h 90° zur Piste, sodass viele Piloten beim Landen ihre Modelle beschädigten. Martin musste bei diesen Gegebenheiten seinen 2. Durchgang absolvieren. Sein Flug war für diese Bedingungen sehr gut, leider wurde das schlechte Wetter nicht in die Benotung mit einbezogen. Der Wettbewerb wurde immer wieder unterbrochen, dann zaghaft wieder in Gang gesetzt. Gegen Mittag konnte der 2. Durchgang dann doch noch beendet werden. Einige Piloten zogen es aber vor, ihre Modelle wegen den Wetterverhältnissen nicht zu fliegen und kassierten dafür eine Null!
Kurz vor Mittag war dann auch klar, wer am Nachmittag als Erster fliegen sollte. Jene Piloten mit den schlechtesten Flugwertungen mussten zuerst an den Start. Da Urs nur einen bewerteten Flug aufweisen konnte, kam er als 21. sehr schnell an die Reihe. Kurz kam nochmals Konfusion auf, wann nun der Start effektiv sei, weil 10 Piloten vor ihm gestrichen wurden, bzw. nicht fliegen wollten. Das Wetter war eine Windlotterie, dieser hatte zwar auf Pistenachse gedreht, blies aber alles andere als konstant. Als Urs startete, drückte der Wind sein Modell so stark in Richtung Nullinie, dass er nur mit einem beherztem Eingriff von Querrudern eine 0 verhindern konnte. Der anschliessende Flug verlief sehr gut. Bei der Landung kam nochmals ein Böe auf, sodass sein Albatros 1m über Grund noch im Messer lag Urs rettet sein Modell und setzte es zwar im Gras neben der Piste, jedoch weich auf.
Zum Glück besserte das Wetter und als Peter an die Reihe kam, war es schon einigermassen fliegbar. Er legte einen guten Flug hin und nun hoffen wir, dass er sich damit in der offenen Klasse verbessern kann.
Der amtierende Weltmeister legte mit seiner sehr grossen Hawk einen sauberen Flug hin. Man kann sagen, dass das Flugbild schon sehr vorbildgetreu ist.
Die Ausfallquote war im 3. Durchgang spürbar. Es sind bereits ein Viertel der Modelle ausgefallen, bei Einigen leider bedingt durch einen Absturz.
Der Unglücksrabe dieser WM ist ein Nordirländer. Wurden ihm doch nach einem Absturz sage und schreibe am Absturzort die Tragflächen seines Modells gestohlen. Man kanns fast nicht glauben, aber auch dies gibt es!

Viele Grüsse aus dem nasskalten Jakabszallas: Swiss Jet Team


6.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Wir melden uns mit dem Schlussbericht der WM 2005 in Ungarn. Kaum begonnen und bereits ist diese Weltmeisterschaft Geschichte. Das Schweizer Team hat sich wacker geschlagen. Es kehrt sogar mit Edelmetall nach Hause zurück. Aber alles der Reihe nach. Das Wetter war heute perfekt, blauer Himmel und fast kein Lüftchen. Roger eröffnete das Schweizer Paket. Er flog seinen besten Durchgang der ganzen WM. Mit einer perfekten Landung schloss er seinen letzen Flug ab.
Kurz vor 10 Uhr war Reto mit seinem Tiger an der Startstelle anzutreffen. Auch er liess nichts unversucht und nützte das gute Wetter für seinen 3. Durchgang. Wir Zuschauer ahnten schon, dass ihm ein guter Flug gelungen war. Was er letztendlich bringen sollte, konnte jedoch noch keiner sagen.
Kurz vor 12 Uhr absolvierte Martin mit seiner Alca den letzten Schweizer Flug der WM. Der Flug war passabel, zahlte aber nicht so, wie es zu erwarten gewesen wäre.
Nun konnten wir nur noch Zuschauen und hoffen, dass unsere Flüge besser waren als die der Konkurrenten. Grosses Pech hatte Thomas Gleissner mit der Airworld Hawk. Sein Modell stellte, wie schon im 2. Durchgang, kurz vor dem Abheben durch statische Aufladung ab. Diesmal aber konnte er auch den Restart nicht vollziehen, weil das Modell erneut seinen Geist aufgab. Nun war plötzlich alles wieder offen.
Beim anschliessenden Schaufliegen zeigten viele Piloten was ihre Modelle, ausserhalb des Wettbewerbes, sonst noch können. Um halb vier Uhr fand die Schlussfeier mit der Rangverkündigung statt. Die Spannung stieg und stieg. Als Erstes war die offene Klasse an der Reihe. Peter Rütimann erreichte den 5. Rang in dieser Klasse und dies bei 29 Teilnehmern. Als anschliessend die Rangierung der Individual Klasse bekannt gegeben wurde, gab es aus Schweizer Sicht viel Freude. Urs der sich viel weiter hinten vermutet hatte, konnte sich auf den 18. Rang vorkämpfen, Roger Thoma erreichte bei seiner 1. WM Teilnahme den guten 15. Rang. Martin Forster wurde wegen des 3. Durchganges ein wenig nach hinten gedrängt. Er fand sich auf dem 7. Rang wieder. Die grosse Überraschung war Reto Senn, der den fabelhaften 2. Rang erreichte. Und last but not least kam das Schweizer Team in der Nationenwertung mit einem 3. Rang dennoch aufs Stockerl.

Wir möchten uns für die grossartige Unterstützung bei unseren Sponsoren, Supportern und allen Fans herzlich bedanken.

Viele Grüsse: Euer Swiss Jet Team
Berichterstatter: Urs Mayländer
Photos: Urs Mayländer / Alice Schopfer
Homepage: Roger Thoma


7.8.05 WM Ungarn

Hallo Jetfreunde

Einen Tag nach Abschluss der WM kommen die Gefühle und die Freude über die errungenen Erfolge so richtig hoch. Das war die grösste jemals durchgeführte Jet WM mit 29 teilnehmenden Nationen. Zu Beobachten war das fliegerisch hohe Niveau vieler Teilnehmer und wir dürfen stolz auf die errungenen Platzierungen sein. Betrachten wir das Mannschaftsergebnis nach 2 Durchgängen, so wird klar, dass die 11 Punkte Vorsprung auf das 4.-platzierte, sowie weitere 11 Punkte auf das 5.-platzierte Team, nur einen hauchdünnen Vorsprung bedeuteten, den es im letzten Durchgang zu verteidigen galt. Dies gelang uns durch sehr gute Flüge, so dass am Ende über 200 Punkte Vorsprung und damit der dritte Mannschaftsrang hinter den Deutschen und Engländern, heraus schaute. Nach vorne zum 2.-platzierten fehlten uns nicht mal mehr 50 Punkte. Fantastisch ist auch der 2. Platz von Reto. Er konnte sich mit seinem letzten Durchgang vom 10. auf den sensationellen 2. Platz verbessern. Alles in Allem haben wir das Wettkampfglück, das anfänglich gefehlt hat, zum Ende der WM erhalten.
Nebst den sportlichen Erfolgen, sind vorallem auch die neuen Bekanntschaften eine Bereicherung. Wo hat man schon so viele Nationen mit verschiedensten Kulturen, so nahe beisammen. Seien es die weitgereisten Amerikaner,'Dubaijaner', Chinesen, Taiwanesen, Russen, Afrikaner etc., oder unsere europäischen Nachbarn, wir waren eine grosse Familie, die schlussendlich Spass miteinander hatten. Aufgefallen ist das nordirische Team, das im Hangar zu Reparaturzwecken eine eigentliche Werkstatt eingerichtet hatte. Sie hatten ihr Modell nach einem Absturz mit viel Einsatz wieder flügge gemacht. Leider endete auch der zweite Flug mit einem Absturz. 2 Jugendliche klauten aus dem in weiter Ferne liegenden Trümmerhaufen 2 Flügelteile als Souvenier und machten sich damit aus dem Staub. Als kleiner Trost blieb dem nordirischen Team die Vergabe der nächsten WM 2007 durch den IJMC. Auch war ihnen am Abschlussabend die Vergabe des grössten Pokals vorbehalten, den sie unter tosendem Applaus entgegen nahmen.
Am heutigen 'Nach-WM-Tag' besuchten einige von uns die naheliegende Airshow in Kecskemet. Für einmal fand man vorwiegend östliche Militäraviatik vor, die beeindruckte.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der Schweiz. Herzliche Grüsse.